Tango Vals

Tango Vals

Tango Vals, auch Vals Criollo, Vals Porteño oder Vals Cruzado genannt, ist eine mit dem Walzer „gekreuzte“ Tanzform des Tango Argentino. Vermutlich brachten die Tänzer, die dem Tango in Paris zu seiner ersten Blüte verhalfen, den französischen Musettewalzer mit nach Hause. Diese Musik und die Tanzweise mag sich für die einheimischen Criollos (spanischstämmige Argentinier) anfangs eigenartig ausgenommen haben; dadurch ergab sich wohl auch einer der Namen: "cruzado" kann auch "verrückt", "abgedreht" bedeuten.

Die Schritte des Vals werden aus dem Tango Argentino übernommen. Beim schnellen Tempo des Vals cruzado wird (anders als im Wiener Walzer) pro Takt normaler Weise nur ein Schritt gesetzt. Es können auch zwei oder drei Schritte gesetzt werden, die bei sicheren Tänzern auch gegenläufig zum Tanzpartner erfolgen können, um den Tanz rhythmisch und technisch raffinierter zu gestalten. Im Gegensatz zum Tango Argentino werden beim Vals wenig stoppende Figuren und Schritte verwendet, und eher schwingend, in einem fortlaufenden Fluss getanzt.

Auch in anderen Staaten Lateinamerikas sind Walzervarianten beheimatet und werden dort ebenfalls Vals Criollo genannt (z.B. der Vals peruano), so dass die in Argentinien und Uruguay für den Tango Vals gängige Bezeichnung Vals Criollo zu Verwechslungen mit anderen Valsstilen führen kann.

Seine Bedeutung als Variante des Tango Argentino erhält der Vals durch die Beliebtheit bei den Milongas (Bezeichnung für die Tango-Argentino-Tanzabende). Neben den Tandas klassischer Tangos und den Milonga-Tandas (Musikrichtung) ist der Vals die dritte Tangospielart, die auf keinem Tangotanzabend fehlt.

Zuletzt aktualisiert am 25.12.2017 von Klaeger Monica.

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